Das Wetter war mindestens so abwechslungsreich wie das Programm. Das Programm so schön wie die Aussicht auf Berge, Sonnenuntergang und Neuschwanstein. Die Touristenführung durch die Aussicht so lustig wie das Abendprogramm. Das Abendprogramm so unerwartet wie so mancher Lagerzeitungsartikel und Job. Und der Lagersong so schnelllebig wie das Lager selbst.
Schwangau mit Aussicht auf Neuschwanstein vom 30.05.2026-06.06.2026.



Unser Pfadibezirk München-Isar ist nach über einem Jahr Vorbereitung aufs Bezirkslager Mini-Isar gefahren. Einige Leitende sind schon am Platz als wir mit den Bus ankommen, da sie viel mitgeplant haben. So wurden wir herzlich in Empfang genommen.
Der Aufbau läuft gut, ein neues Zeltdach wird eingeweiht was gute Dienste erweist bei einem Wetter, dass sich oft mehrfach am Tag innerhalb von wenigen Minuten schlagartig ändert. So starteten wir mit dem neuen Lagersong in den ersten Lagertag mit stufenspezifischen Programm. Die Wös starteten am Platz mit Spielen und gingen dann auf den Abenteuerspielplatz, die Jupfis und Pfadis gingen bei super Wetter im Bannwaldsee baden und die Rovis besuchten Füssen.
Das Lagerleben war im vollen Gange mit leckeres Essen von der Küche, freies Spielen auf großer Wiese, Fundkisten, die immer voller wurden und vorgelesenen Büchern am Abend.
Es folgten zwei Tage zum Thema Mini-Isar und die Grüpplinge durften aus 17 unterschiedlichen Jobs sich ihre Arbeit aussuchen, wofür sie bezahlt wurden. So wurde experimentiert, Holz gehackt, journalistische Texte geschrieben und das ein oder andere Kettcar kontrolliert.
Am Abend gab es „Klein gegen Groß“, „Talkrunden“ oder „Interviews“. Auch beim Lagerfeuer konnte man ausdauernd testen, ob nun im Zelt oder draußen der bessere Ort ist. Wer noch mehr Ruhe brauchte, fand in der schön eingerichteten Schutzhütte seinen Platz.




Nach einem unbezahlten Urlaubstag mit Scoutballturnier (man munkelt, dass für einige Leitende das ganze Lager unbezahlt war), folgte der Stammestag.
Dieser begann mit zwei Fahrten auf der Sommerrodelbahn und endete in einem liebevoll gestalten Seifenkistenrennen. Während des Tages hatten Alex und Lukas einige Aufgaben zu meistern, wie eine touristische Führung zurück zum Lagerplatz und das Bauen einer Seifenkiste (natürlich ein Ferrari). Die anderen Teams waren nicht weniger kreativ und schafften es teilweise durch das Qualifying. Den Sieg konnten die beiden zwar nicht einfahren, erhielten jedoch als viel größeren Preis ihre Woodbadge Halstücher als Zeichen für die erfolgreiche Leitendenfortbildung.





Wer dachte, dass bereits genug Programm stattgefunden hatte, wird am nächsten Tag überrascht von einem Geländespiel mit Witzechallenge und horizontalen Spinnennetz, sowie einem riesigen Rummel am Nachmittag.
Was wir noch wissen? Anais kann super Halstücher binden, man kann alles auf einem Lagerplatz wiederfinden und Hosenbeine werden erstaunlich oft auf einem Lagerplatz gesucht (Zip Hosen sei Dank). Ach ja und wie verpacken eigentlich ander Stämme Zelte und Material. Ganz verwunderlich!
So endete Mini-Isar nach einem Abschlusskreis in einem erstaunlich lauten Ruf.




